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Lese-Tipp: Neubauwohnungen in München für 9,99 Euro pro Quadratmeter

15. November 2022
Platzprofessor Redaktionsteam
Stadt & Architektur
Hausfront mit Balkonen

Die Mietpreise steigen kontinuierlich immer weiter in unerschwingliche Höhen. Viele können sich aufgrund dessen die Miete für eine passende Wohnung nicht mehr leisten. Ein Leuchtturmprojekt in München zeigt jetzt, dass es auch anders geht. Und zwar mit einer ökologisch vorbildlichen Anlage mit Wohnungen mit einer Miete von 9,99 Euro pro Quadratmeter.

Der durchschnittliche Mietpreis in München liegt derzeit bei 21,59 Euro pro Quadratmeter. Nun soll im Kreativquartier – an der Heßstraße beim Olympiapark –ein Neubau entstehen, der sowohl sehr nachhaltig, als auch preiswert ist. Die zukünftigen Bewohner:innen können sich auf eine Miete von 9,99 Euro freuen. Diese monatlichen Wohnkosten sollen die ersten fünf Jahre nach Fertigstellung der insgesamt 40 Wohnungen auch nicht erhöht werden. Verantwortlich für das vorbildliche Wohnprojekt sind Stefan Höglmaier, Geschäftsführer des Bauträgers Euroboden und der Architekt Florian Nagler.

Ziel der Anlage ist nicht nur, bezahlbare Wohnungen in München zu schaffen, sondern es soll auch gezeigt werden, dass es durchaus möglich ist so zu bauen, dass es sich jeder leisten kann. 40 Prozent der Wohnungen sollen dann frei vergeben werden, 60 Prozent werden an Leistungsträger:innen der Gesellschaft ohne entsprechender Entlohnung wie Krankenpfleger:innen, Polizist:innen, Hebammen oder Feuerwehrleute vermietet. Das Wohnprojekt entsteht unter dem Namen „ESG-Vorzeigeprojekt“ – also liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Environment, Social und Governance.

Um nun trotz Inflation günstiger bauen zu können, orientiert sich der Architekt Nagler am Prinzip des „Einfachen Bauens“. Damit sind zwei längliche Gebäude mit tiefen Laubengängen gemeint, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Gebaut wird vor allem mit Holz und möglichst wenig Technik. Auch der standardisiert einfache und einheitliche Aufbau der Wohnungen soll Ressourcen einsparen. Die Bauart allein ist jedoch nicht der ausschlaggebende Punkt. Es ist vor allem der Grundstückpreis, der diese zukünftig niedrigen Mieten möglich machen. Die Stadt München hat im Kreativquartier diese Fläche bewusst günstig zur Verfügung gestellt unter der Bedingung, dass günstig und nachhaltig gebaut wird. Die Baufläche bekommen sollte die Firma mit dem besten Konzept – und das war Euroboden, die nun das ESG-Projekt in Angriff nimmt. Der Bau beginnt voraussichtlich im kommenden Jahr und eine Fertigstellung ist für 2025 geplant.

Weitere Informationen über das Leuchtturmprojekt in München findet ihr in dem Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Platzprofessor Redaktionsteam

Das Redaktionsteam hinter dem Platzprofessor recherchiert laufend aktuelle Trends und Themen rund um das Thema Platz. Die RedakteurInnen sind immer auf der Suche nach spannenden Projekten und Beiträgen, die als Link-Tipp auf dem Platzprofessor veröffentlicht werden, initiieren Gastbeiträge und verfassen Artikel zu ausgewählten Themen.

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