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Revitalisierung eines Problemgebäudes – Das MyPlace-Projekt Heerstraße in Berlin-Spandau

23. April 2015
Martin Gerhardus
Stadt & Architektur
Dinge & Lagern

Ein heruntergekommenes Einkaufszentrum in Berlin soll bald in neuem Glanz erstrahlen - Martin Gerhardus, Geschäftsführer von MyPlace-SelfStorage, erläutert wie und warum das Unternehmen den Gebäudekomplex renovieren und revitalisieren will.

Der Gebäudekomplex an der Heerstraße, Ecke Pichelsdorfer Straße, in Berlin-Spandau bietet ein tristes Bild. Direkt an einer vielbefahrenen Straße steht das ehemalige Einkaufszentrum abgesperrt, grau in grau und „verziert“ mit wilden Graffitis. Das wirkt alles andere als einladend. Seit rund vier Jahren steht das Gebäude teilweise leer, seit einem Jahr komplett. Spätestens seitdem gilt das Gelände als Schandfleck im Viertel. Allein dieser Ruf schreckte viele Investoren ab, denn gerade bei derlei Objekten ist die sorgfältige Planung der architektonischen Veränderungen und Nutzungsmöglichkeiten essentiell, um nicht nur äußerliche Verschönerungen vorzunehmen, sondern das Gebäude auch zu einem aktiv genutzten, lebendigen Teil des Stadtteils zu machen. Vergangenes Jahr erwarb schließlich MyPlace-SelfStorage den sanierungsbedürftigen Gebäudekomplex mit dem Ziel, das Objekt äußerlich attraktiv zu machen und das Viertel durch die Ansiedlung eines Selfstorage-Standorts sowie Geschäften des täglichen Bedarfs zu beleben und wieder zum Teil des Alltags der Spandauerinnen und Spandauer zu machen.

Standortfaktoren

MyPlace-SelfStorage betreibt in Berlin bereits sieben Häuser in unterschiedlichen Stadtteilen: Charlottenburg, Reinickendorf, Wilmersdorf, Mariendorf, Zehlendorf, Friedrichshain und Mitte. Die Nachfrage nach flexibel mietbarem Lagerraum  in der Hauptstadt wächst weiterhin stabil, weshalb wir uns entschlossen haben, zwei weitere Standorte zu eröffnen. Neben dem Haus in Spandau entsteht auch ein neuer Standort an der Prenzlauer Promenade. Ziel unserer Expansion ist es, für alle Städte ein dichtes Netzwerk von Filialen zu errichten, sodass für jeden Einwohner in maximal zehn Autominuten ein MyPlace-Standort erreichbar ist. Die ausschlaggebenden Faktoren für die Wahl eines konkreten Standortes sind dabei vielfältig und im Prinzip für alle Städte gleich. Besonders wichtig ist neben der Lage in der Stadt die Verkehrsanbindung. Da unsere Kunden überwiegend mit dem Auto oder Kleintransporter zu uns kommen, ist die Anbindung an die wichtigen Verkehrsadern von besonderer Bedeutung, aber auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr fließt in die Entscheidung ein. Daneben ist natürlich auch die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet relevant, denn nur wo viele Menschen wohnen, wird auch privater Lagerraum gebraucht.

Als Einzugsgebiet des neuen Hauses in der Heerstraße gilt der gesamte Bezirk Spandau mit etwa 125.000 Haushalten, bzw. rund 220.000 Einwohnern. Direkt an der B 5 gelegen und mit einer Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe des Hauses erfüllt der Standort optimal die Bedingungen einer guten Verkehrsanbindung.

Kartendaten ©2015 GeoBasis-DE/BKG (©2009), Google

Revitalisierung

Der Umbau eines bestehenden Gebäudes zu einem MyPlace-Standort ist ein Ausnahmefall, in aller Regel werden die Lagerhäuser komplett neu gebaut, da der Bau so genau den Anforderungen entspricht, die wir an ein Selfstorage-Haus stellen. Da die vorhandene Bausubstanz gut nutzbar und der Standort sehr gut geeignet ist, haben wir uns im Falle des Hauses in der Heerstraße aber für Entkernung und Umbau des Gebäudes entschieden, bei der der Rohbau bestehen bleibt.

Der MyPlace-Standort selbst wird in das Untergeschoss und in das zweite Obergeschoss „einziehen“, beide Ebenen sind dann direkt mit dem Auto erreichbar. Nach der Fertigstellung stehen den Spandauern dann zunächst rund 800 Abteile zur Verfügung, um Erinnerungsstücke, Akten, Sportgeräte oder ganze Wohnungseinrichtungen sicher einzulagern. Auf der Fläche des ersten Obergeschosses werden Parkplätze für die Kunden entstehen. Um das Gebäude auch unabhängig vom Selfstorage-Betrieb langfristig zu beleben, wird die Erdgeschossfläche an verschiedene Einzelhändler vermietet. Neben der Ansiedlung eines Supermarkts sind weitere Geschäfte für den täglichen Bedarf wie zum Beispiel eine Bäckerei geplant.

Im Frühjahr 2016 soll der Umbau dann abgeschlossen sein, auch von außen wird das Haus neu gestaltet. Im Erdgeschoss hat Architekt Christoph Bräutigam ein freundliches, offenes Entrée mit einer Fensterfront und MyPlace-roten Elementen geplant, die Fassade der oberen Stockwerke wird modern und hell verkleidet.

„Die Menschen sollen eine erhöhte Aufenthaltsqualität bekommen. Das ganze Gebäude bekommt ein neues Gesicht. Da kommt nicht nur der Pinsel zum Einsatz“, verspricht der Architekt.

Bei der Ansiedlung neuer Standorte legt MyPlace-SelfStorage grundsätzlich großen Wert darauf, ein lebendiger Teil der Umgebung zu werden und alle möglichen Synergien mit den örtlichen Geschäften, Einrichtungen und Bewohnern einzugehen und zu nutzen. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir mit der Immobilie in der Berliner Heerstraße einen tollen neuen Standort für unser Unternehmen gefunden haben und darüber hinaus einen Beitrag für die Gestaltung und Belebung des gesamten Stadtteils leisten können.

Martin Gerhardus

Martin Gerhardus gründete 1999 mit zwei Geschäftspartnern das Unternehmen MyPlace-SelfStorage, dem größten Lagerraumanbieter im deutschsprachigen Raum und schloss mit der unkomplizierten Vermietung von individuellen Lagerabteilen in flexiblen Größen eine Marktlücke.

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